WM-Fehlstart für Deutschland! David Raum gegen Japan mittendrin

Hansi Flick saß versteinert auf der Bank, seine Signale zeigten keine Wirkung mehr. Obwohl die deutsche Nationalmannschaft mit einer kräftigen “Maulkorb”-Geste ein bemerkenswertes Zeichen setzte, begann die Suche nach dem fünften WM-Star, wie schon beim Desaster 2018, mit einer furchtbaren Niederlage.

Die DFB-Auswahl verlor gegen den viermaligen Asienmeister Japan mit 1:2 (1:0). Bochums Takuma Asano (83.) und Freiburgs Ritsu Doan (76.) vermiesten den defensiv wackeligen Deutschen den Turnierstart. Der gegenüber Leon Goretzka bevorzugte Ilkay Gündogan brachte den viermaligen Weltmeister per Foulelfmeter in Führung (33.), doch das anschließende Übergewicht an sehr guten Chancen blieb fruchtlos.

Deutschland hat in Russland bereits einen Auftaktsieg verpasst. Flicks Auswahl steht unter Druck, am Sonntag gegen Spanien zu gewinnen. RB Leipzigs David Raum spielte 90 Minuten auf der linken Seite, Lukas Klostermann kam nicht zum Einsatz.

Im Streit mit der Fifa um das “One Love”-Armband wollten sich die Mannschaft und ihr Kapitän Manuel Neuer kein Redeverbot einräumen – beim Mannschaftsfoto vor dem Anpfiff führten die Spieler stumm die Hände an die Lippen. Das vom Weltverband kontrollierte TV-Weltbild zeigte die beeindruckende Szene nicht – im Internet ging sie dennoch um die Welt.

Auch Lesen :  Einhell Germany Aktie: Das wird noch ein spannendes Thema! ()

David Raum gewinnt Elfmeter gegen Japan

Danach war im Khalifa International Stadium jedoch nicht zu übersehen, dass die deutsche Mannschaft mehr Probleme mit dem flinken Japaner hatte, als ihnen lieb war. Vor allem die deutsche Abwehr wirkte unfähig.

In der Abwehr setzte Flick auf Niklas Süle, Antonio Rüdiger und Nico Schlotterbeck, mit denen er einen „gezielten Dreieraufbau plante, ohne ins offene Messer zu laufen“, wie er vor dem Spiel in der ARD verriet. In Deutschlands turbulenter Anfangsphase ging es schon früh fast schief, nach Ballverlust von Gündogan erzielte Japan durch Daizen Maeda (8.) ein Tor, das wegen Abseits aberkannt wurde. Aber es war immer ein Warnschuss.

Gündogan wurde von Flick angewiesen, mit Joshua Kimmich im Mittelfeld die Fäden zu ziehen. Auch für die Offensive hatte der Bundestrainer klare Vorstellungen. Vorne sollten es Thomas Müller als „Zehner“, Jamal Musiala, Serge Gnabry und Kai Havertz als Stürmer tun – der kränkliche Leroy Sane war eine Alternative. „Wir versuchen“, sagt Flick, „flexibel und wandelbar zu agieren, ich bin gespannt, wie sie das umsetzen.“

Auch Lesen :  Corona in Deutschland: Der Wirtschaft droht ein harter Winter - Wirtschaft

Erste Toransätze kamen von Rüdiger mit einem Kopfball (17.) und Kimmich, dessen Distanzschuss von Torhüter Shuichi Gonda pariert wurde (20.). Der mit fünf Spielern aus der Bundesliga gestartete Japaner machte der DFB-Auswahl das Leben schwer. Kimmich und Gündogan wurden ständig angegriffen. Dazu kamen einfache Ballverluste, die von den Blue Samurai dankend in Kauf genommen wurden. Flick musste schon früh seinen Unmut gegenüber Schlottbeck zum Ausdruck bringen.

Deutschland verlor gegen Japan mit 1:0

Nach 25 Minuten war die DFB-Auswahl im Spiel, es wurde immer turbulenter vor dem japanischen Tor, dann hatte Gündogan einen klaren Schuss: Nachdem Torhüter Gonda David Raum gefoult hatte, blieb der nächste Elfmeter unbestritten, der Kapitän von Manchester City trat an in die Tormitte. Danach war Deutschland überlegen, konnte den Vorsprung aber nicht ausbauen. Ein Tor von Havertz kurz vor der Halbzeit wurde wegen Abseits aberkannt.

Auch Lesen :  Ältestes Pterodactylus-Fossil in Deutschland entdeckt - Kleiner Flugsaurier flog schon vor 152 Millionen Jahren über die Fränkische Alb

Gelegenheiten, sportlich ein Ausrufezeichen zu setzen, gab es viele: Ein Schuss von Gnabry traf die Latte (47.), nach einem unwiderstehlichen Tanz gegen sechs Gegenspieler schoss Musiala übers Tor (52.), Gündogan traf den Außenpfosten . (60′). . Wenn das deutsche Team abgesehen von der schwachen Defensivleistung etwas zu bemängeln hatte, dann das: Trotz der enormen Überlegenheit und einer Vielzahl guter Chancen wurde ein zweites Tor verfehlt.

Allerdings wurde immer wieder deutlich, dass gegen die Japaner keine Nachlässigkeit erlaubt sein sollte – Maeda, eingesetzt von Celtic Glasgow, hätte kurz vor der Halbzeit beinahe den Ausgleich erzielt. Das und der Siegtreffer resultierten dann aus einer deutlichen Leistungssteigerung der Japaner und einer latenten Nachlässigkeit der deutschen Abwehr.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button