Portugal – Ghana bei der WM: Hauptdarsteller? Natürlich Ronaldo – Sport

Alle Augen und Kameras waren auf Cristiano Ronaldo gerichtet. Das ist immer so, wenn Portugal spielt, aber diesmal gab es einen noch besseren Grund. Die Frage war, wie sich Ronaldo nach der vorzeitigen und berüchtigten Vertragsauflösung bei Manchester United verhalten würde. Und es war auf den ersten Blick sehenswert, denn fast alles Nennenswerte, was in den ersten 70 Minuten beim 3:2 (0:0)-Sieg Portugals gegen Ghana passiert ist, hat mit ihm zu tun. Auch seinen Eintritt in die Fußballgeschichte sicherte er sich: Er ist nun der erste Spieler, der bei fünf WM-Turnieren ein Tor erzielte – in der 65. Minute per Elfmeter zum 1:0.

Doch dann mussten nach Ghanas Ausgleich durch André Ayew (73.) wieder Augen und Kameras eingestellt werden: Die These, dass Portugal mit Ronaldo schlechter sein könnte, weil er berechenbarer sei als ohne ihn, widerlegte Joao Felix in der Schlussphase (79.) und Rafael Leao (80.), der ohne Ronaldo ins Ziel kam.

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Die ersten beiden Chancen des Spiels gingen natürlich an Ronaldo. Zunächst scheiterte er am ghanaischen Torhüter Lawrence Ati Zigi vom FC St. Gallena (10.), verpasste dann nach einer Ecke den Ball (13.). Schiedsrichter Ismail Elfath (USA) trat erstmals in der 31. Minute auf: Ronaldo überwältigte Alexander Djiku, Elfath diagnostizierte vor ihm ein Foul – und er hatte bereits gepfiffen, als Ronaldo traf. Daher war eine VAR-Überprüfung nicht mehr möglich.

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Schließlich verwandelt sich das lange, langweilige Spiel in Tohuwabohuo

In einem langen und schwierigen Match tat Elfath nach der Pause alles, um alle Augen und Kameras auf sich zu richten. Beim Stand von 1:0 waren wieder der Schiedsrichter und Ronaldo die Hauptdarsteller: Der 37-Jährige stürzte im Zweikampf mit Mohammed Salisu, das diagnostizierte Foul war zweifelhaft, der Ball wurde gespielt, Ronaldo verwertete den Elfmeter. Ronaldo betonte: „Ich jage keine Rekorde. Rekorde jagen mich.“ So war es mit diesem Tor.

Es folgten ein 1:1-Unentschieden für Ghana und zwei Spielzüge, die Portugal mit 3:1 in Führung brachten – beide mit Bruno Fernandes als Vorlage, der den Ball direkt zu Joao Felix und Rafael Lea auf der linken Seite brachte. Kapitän Ronaldo war nicht beteiligt, es ging auch ohne ihn, er stellte einen Rekord auf – und beendete den Job (88.). Dann sah er Ghanas Tor auf der Bank, Augen und Kameras auf ihn gerichtet, während er mit seinen üblichen Gesten brüllte. Und auf dem Platz war er trotzdem zu sehen: Torschütze Osman Bukari nutzte Ronaldos Torjubel aus.

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Aus dem langen, langweiligen Spiel ist nun Chaos geworden. Ronaldo schrie und wedelte mit den Händen auf der Seitenlinie, und in der Schlussphase glich Ghana nach einem Fehler des portugiesischen Torhüters Diogo Costa aus. Aber die Kameras haben endlich Ronaldos Erleichterung eingefangen.

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