Ocean Race: Beucke mit Vorfreude und Demut | NDR.de – Sport

Stand: 23.01.2023 11:27

Auch für Susann Beucke startet am Mittwoch das Ocean Race. Der gebürtige Kieler wird an Bord der Holcim-Yacht mit Kapitän Kevin Escoffier gehen und die zweite Etappe von den Kapverden nach Kapstadt segeln.

„Natürlich habe ich etwas mehr Druck, weil sich die Mannschaft ordentlich präsentiert hat“, sagte der 31-Jährige schmunzelnd im Interview mit dem NDR. „Aber ich wusste vorher, dass wir ein unglaublich schnelles Schiff haben.

Die Euphorie im Team ist nach dem Etappensieg groß, aber „es sind noch viele, viele Kilometer vor uns.

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Boris Herrmann segelt mit seinem Team Malizia beim Hafenrennen 14. Ocean Race © picture alliance/dpa/Team Malizia Foto: Antoine Auriol

Kurz vor Ende der ersten Etappe erlitt der Hamburger Schwimmer schwere Verbrennungen am Fuß. mehr

“Einzige Chance”

Die Kielerin, die Olympia-Silber in Tokio gewann, zog es im vergangenen Jahr ins westfranzösische Lorient, dem „Mekka des Hochseesegelns“, um in den Offshore-Bereich zu wechseln. Dort zeigte sich Vendée-Globe-Teilnehmerin Escoffier, deren Boot neben ihrem im Hafen lag, von Beucks Hingabe und Leidenschaft beeindruckt.

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„Die Weltumsegelung zu viert ist in erster Linie eine menschliche Herausforderung und erfordert viel Ausdauer und eine hohe Motivation.“
Susan Beucke

Die Franzosen boten ihr an, sich seiner Holcim-Crew anzuschließen. Glück gehabt, so Beucke: Sie haben noch nicht viel Offshore-Erfahrung, umso mehr sei das Ocean Race eine „einzigartige Gelegenheit“, das Handwerk von „alten Offshore-Hasen“ zu lernen.

Keine Probleme mit Schlafmangel

Die Kielerin wird ab Mittwoch für zwei Wochen den Atlantik besegeln – und nach 4.600 Seemeilen soll sie am 9. Februar im südafrikanischen Kapstadt eintreffen.

Sie fühle sich zum Beispiel körperlich fit, „um die Schläge und Stöße des auf die Wellen fallenden Schiffes verkraften zu können“. Auch mit dem Schlafen an Bord habe er keine Probleme, „weil man meistens so müde ist, dass man sofort einschläft, wenn man sich hinlegt.“ Jedenfalls hat sie letztes Jahr aus Schlafmangel für eine Solo-Regatta trainiert.

„Ich bin ein Fan der Frauenquote“

Beucke findet es richtig, dass es beim Ocean Race eine Frauenquote gibt – auf jedem Boot muss mindestens ein weibliches Crewmitglied sein: Küstensegeln ist ein Männerdomänenbereich – die Quote habe ihr geholfen, „das Selbstvertrauen zu gewinnen, es zu wollen diese Welt herausfordern”.

Dazu korrespondiert ihre Kampagne „This race is female“, mit der eine Kielerin Frauen dazu motivieren will, etwas zu tun, was sie sich nicht zutrauen. „Das alte Muster überwiegt immer noch. Und deshalb ist es sehr wichtig, sich dem zu stellen“, sagt Beucke, die selbst noch Großes vorhat: 2028/2029 will sie mit einem eigenen Boot an einer Solo-Vendée Globe teilnehmen.

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Matrose Susann Beucke © Pierre Bouras

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Sportverein | 22.01.2023 | 22:50 Uhr

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