Iran: Chef der Revolutionsgarden bezeichnet Deutschland als „Satan“

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Kommandant der Revolutionsgarden nennt Deutschland “Satan”

Beobachtern zufolge versucht er, von den Ursachen der Proteste abzulenken: Hussein Salami Beobachtern zufolge versucht er, von den Ursachen der Proteste abzulenken: Hussein Salami

Beobachtern zufolge versucht er, von den Ursachen der Proteste abzulenken: Hussein Salami

Quelle: dpa/Rouzbeh Fouladi

Die Proteste gegen das iranische Regime gehen weiter, und vor kurzem starben innerhalb eines Tages mindestens 18 Menschen. Der Chef der Revolutionsgarden, Hussein Salami, machte “alle Satane der Welt” verantwortlich – auch Deutschland.

DDer Kommandeur des Korps der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) machte erneut den Westen für die systemfeindlichen Proteste im Land verantwortlich. Irans Feinde bereiten sich auf einen Krieg vor, sagte Hussein Salami am Donnerstag bei einer Rede in der Stadt Qom. „Alle Satane der Welt haben sich versammelt. Amerika, England, Deutschland, Frankreich, Israel, die Saudis und andere.“ Es war das erste Mal, dass ein hochrangiges IRGC-Mitglied Deutschland öffentlich als „Satan“ bezeichnete.

Salami warnte weiter vor einem internen Konflikt im Land. Beobachter sehen die Worte jedoch als Versuch, von den Ursachen der landesweiten Proteste abzulenken. Der Kommandant wurde kürzlich von der EU für iranische Waffenlieferungen an Russland für den Krieg in der Ukraine zugelassen.

Auch am Mittwoch gingen viele Menschen auf die Straße, um zu protestieren. Aktivisten haben zu dreitägigen Demonstrationen und Streiks aufgerufen, um an den „blutigen November“ 2019 zu erinnern, als Sicherheitskräfte Demonstrationen gewaltsam niederschlugen. Hunderte Demonstranten sollen vor drei Jahren gestorben sein.

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Auslöser der jüngsten Protestwelle gegen die autoritäre Politik der Islamischen Republik war der Tod des iranischen Kurden Mahsa Amini. Sie starb am 16. September in Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamische Kleiderordnung festgenommen worden war.

Bei den Protesten im Iran sind innerhalb eines Tages mindestens 18 weitere Menschen gestorben. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden am Mittwoch im Nordwesten mindestens fünf Demonstranten von Sicherheitskräften getötet. Sowohl in der Stadt Bukan in der Provinz Westaserbaidschan als auch in Sanandash, der Hauptstadt der Provinz Kurdistan, gingen Sicherheitskräfte mit scharfer Munition gegen Demonstranten vor.

Nach Schätzungen von Menschenrechtlern wurden bei den Protesten bisher mindestens 360 Menschen getötet. Die in den USA ansässige Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) berichtete, dass 56 Minderjährige und 46 Sicherheitskräfte unter den Toten seien. Außerdem wurden etwa 16.000 Menschen festgenommen. Die Proteste haben seit Beginn mehr als 140 Städte erfasst.

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