In eigener Sache: Die Neuen für das Chemnitzer Umland und die Wirtschaft | Freie Presse

In der Chemnitzer Redaktion arbeiten zwei neue Redakteure – sie sind schon lange bei der „Freien Presse“.

Chemnitz.

Ab diesem Jahr wird Julia Grunwald für das Umfeld der Chemnitzer Zeitung tätig sein. Als frisch gebackener Redakteur arbeitet der 27-Jährige hauptsächlich in Limbach-Oberfrohn, Niederfrohn und Neukirchen. Im Interview mit Christian Mathea, der zuvor über diese Gemeinden geschrieben hat und nun für die Wirtschaft in Chemnitz zuständig ist, spricht er über seine Motivation, Ziele und seinen Werdegang.

Christian Mathea: Julio, junge Journalisten schreiben heute lieber über große Politik und Kultur. Sie werden nun im Raum Chemnitz eingesetzt. Was bringt Sie dazu?

Julia Grünwald: Ich mag die Geschichten der Menschen vor Ort mit ihren Anliegen und Ideen. Ich halte meinen neuen Job auch deshalb für wichtig, weil kleinere Städte und Dörfer in den Nachrichten oft hinterherhinken.

Christian Mathea: Du wirst konkret über Limbach-Oberfrohn, Niederfrohn und Neukirchen berichten. Was wussten Sie als Zwickauer vorher über diese Orte?

Julia Grünwald: Ehrlich gesagt kannte ich vorher nur die Namen Neukirchen und Niederfrohn, deshalb bin ich jetzt umso neugieriger. Aus Limbach-Oberfrohn kannte ich das Rathaus und den Zoo.

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Christian Mathea: Was sind deine Pläne in deinem neuen Job?

Julia Grünwald: Ich wünsche mir, dass diese Orte mehr in der „freien Presse“ vertreten sind, damit die Menschen in den Orten mehr über ihr eigenes Umfeld in den Zeitungen lesen können. Ich möchte ihr Ansprechpartner sein.

Christian Mathea: Du bist seit drei Wochen hier. Ihr erstes Fazit?

Julia Grünwald: Die Leute sind sehr offen. Überall, wo ich hinkam, begegnete ich Menschen offen. Es ist auch interessant zu sehen, welche Geschichten sie zu erzählen hatten. Ich habe schon einen Kettensägenkünstler kennengelernt und eine Frau, die Pferden in Lebenskrisen helfen kann.

Christian Mathea: Lassen Sie uns in Ihrer Biografie etwas weiter in die Vergangenheit blicken. Warum wollten Sie eigentlich Journalistin werden?

Julia Grünwald: Weil ich Lust hatte, lokale Geschichten zu recherchieren. Ich bin neugierig und will den Themen auf den Grund gehen. Ich will nur wissen, warum die Dinge so sind, wie sie sind.

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Christian Mathea: Was hast du vor deinem Praktikum gemacht?

Julia Grünwald: Ich habe Literaturwissenschaft in Chemnitz studiert. Danach war ich in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, wo ich hauptsächlich Pressemitteilungen geschrieben habe. Aber ich wollte über mehr Themen schreiben und Dinge hinterfragen. In der Öffentlichkeitsarbeit ist dies weniger der Fall.

Christian Mathea: Vor Ihrer jetzigen Tätigkeit in der Chemnitzer Lokalredaktion waren Sie zwei Jahre lang Praktikant bei der „Freien Presse“. Wo bist du gewesen?

Julia Grünwald: Ich war in vielen lokalen Redaktionen, zum Beispiel in Zschopau, Marienberg, Zwickau, Hohenstein-Ernstthal, Chemnitz, Recherche- und Online-Redaktionen.

Christian Mathea: Was war bisher deine beste Geschichte?

Julia Grünwald: Es waren Zwillinge, die aus Afghanistan nach Marienberg im Erzgebirge kamen. Dort absolvierten sie eine Ausbildung und lebten in einem Haus bei Rentnern, die sich um die beiden Jungen kümmerten und sie an die erzgebirgischen Traditionen heranführten. Das war ein positives Beispiel dafür, wie Integration funktionieren kann. Beide leben noch in Marienberg und beide haben dort eine feste Anstellung.

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Christian Mathea: Ihre Generation liest Printzeitungen weniger, viele sind auf Instagram oder anderen Plattformen unterwegs. Wie würden Sie jungen Menschen die „freie Presse“, ob Print oder Online, schmackhaft machen?

Julia Grünwald: Sie erfahren, was global und lokal passiert und erhalten grundlegende Informationen. Auf Instagram werden Informationen so kurz und schnell wie möglich gehalten, sodass man sich zu einem Thema keine tiefe Meinung bilden kann.

Christian Mathea: Wo sehen Sie die „Freie Presse“ in zehn Jahren?

Julia Grünwald: Zeitungen werden dann meist online gelesen, offenbar gibt es ganz neue Formate, wie Menschen journalistische Nachrichten konsumieren – sei es Audio oder Video. Natürlich hoffe ich sehr, dass sich mehr junge Menschen für Lokaljournalismus interessieren.

Christian Mathea: Wenn du Freizeit hast, wo bist du anzutreffen?

Julia Grünwald: Ich gehe gerne ins Kino, ins Theater. Ich lese gerne, mache Sport im Fitnessstudio oder mache Yoga.

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